siehe
http://kunstamtisch.org/poetry-slam-3.htmlwobei ich ehrlich gesagt bis zum Abend gedacht hab, dass es sich um einen Rechtschreibfehler handelt und das zweite m fehlt, aber nein: Kunst am Tisch. Hätte ich mir eigentlich zusammenreimen können.
Kurze Anmerkungen zu meinem und anderen Auftritten: Wolfgang Tischer war der Allerletzte, kam nicht schlecht an, hatte bisschen Pech, mit Scharri und der beeindruckenden Lauren Weser aus Altdorf - den beiden Siegern, in einer Gruppe gewesen zu sein. Ohne sie wären - sage ich, Martin Geyier (original von dem Flipchart übernommen) und Wolfgang Tischer - ins Finale gekommen.
Aus Runde 1 ist mir der meines Wissens freiwillig auf Platz 1 startende Nils Rusche, der Pirat Herr von Reichenstein aus Betzendorf und Philipp Weiß, der das mir nicht sehr fremde Zusammenspiel von Freuds Es, Ich und Über-ich mit den schönen Lauten "dada, dudu, quietsch, unk etc." (freie Interpretation) vertonte.
Ferner - ich bin fast sicher - Dietrich Gerstenhauer, der ein zum Nachdenken anregendes Märchen über das Inventar eines Badezimmers zelebrierte.
Weitere Anmerkungen: Von der Location war ich (neuhochdeutsch) impressed, da ihre Architektonik zumindest in der Nähe der Kellerbühne im E-Werk Erlangen anzuordnen ist, da zwar nur kleine Grüppchen der Zuschauer, aber mehrere Poeten die gerade Performierenden von der Seite oder von oben betrachten konnten. Der Backstagebereich war also ein Overstagebereich.
Zum Rahmenprogramm: Miss Middlemiss (der Künstlername ist überraschend wenig ein Künstlername) hämmerte ihre Stimme voller bezauberndem Charme ins Publik- und Auditorium (besser kann man es denk ich nicht ausdrücken), und verzauberte alle Gäste. Ich würde gern Pinks "Sober" von ihr hören und hoffe, wir hören noch mehr bei Gelegenheit. Der Einstieg und Abschluss war auch rührend. Ich weiß nicht mehr viel, aber ungefähr: "Li, La, Launemaus, kommst heraus aus deinem Haus ..." mit entsprechend netter Stimme.
Die Moderatoren fassten jeden Text erstaunlich trocken, intelligent und humorvoll zusammen, was (nach verbreiteter Meinung) auch Höhepunkte des Abends waren.
Trotz der relativ großen Poetenanzahl bei einem Zeitlimit von 5 Minuten plus 1 ein erfreulich kurzweiliger Abend (mit Zigarettenrauch nicht zu knapp (Worte eines Kettennichtrauchers))
Achja, und ich persönlich finde, dass Wolfgang Tischer wegen seiner Bemühungen, die deutsch-chinesischen (Originalzitat von Moderator Wolfgang, wenn das richtig ist: "semichinesisch") Beziehungen zu verbessern, einen kleinen Integrationspreis o.Ä. verdient hätte (einen ganz kleinen Bonsai oder so)
